Darf es etwas Exklusives sein? Die Restbestände vom 2005er Château Latour kommen auf den Markt

Château Latour gibt die Restbestände des topbewerteten 2005er Jahrgangs in den Handel. Es wird vermutet, dass es sich voraussichtlich um die letzte kommerzielle Charge des Weins ab Château handeln wird. Der Preis wird laut Experten des Handelsunternehmens Bordeaux-Index bei ungefähr 10.000 Euro pro 12er-Kiste liegen. Damit pendelt sich der erzielte Aufschlag am oberen Ende der Skala, die für das Alter des Weins zu erwarten sei, ein. Andere Experten sehen den Wein derzeit eher unterbewertet. Deutliche Preisanstiege sind vermutlich für Asien und die USA zu erwarten.

Château Latour spielt in der ganz oberen Liga der Bordeaux-Weine. Nur wenige andere Betriebe haben es über einen Zeitraum von über 100 Jahren hinweg geschafft, regelmäßig solche Spitzenqualitäten zu erzeugen. François Pinault hat im Jahr 1993 die Mehrheit an Latour übernommen, für einen Preis von ca. 100 Millionen Dollar. Das klingt im ersten Moment sehr viel, tatsächlich war es aber wohl ein „Schnäppchen“. Es wird spekuliert, dass allein der Inhalt der Keller mehr als 60 Millionen wert gewesen sein soll. 1995 hat dann Frederic Engerer die Leitung des Château Latour übernommen. Die Qualitäten sind seither weiter gestiegen. Im Jahr 2012 verkündete Latour, dass ab sofort keine Weine mehr en Primeur verkauft werden. Die Weine lagern jetzt also so lange im Keller, bis Latour zu der Einschätzung kommt, dass die edlen Tropfen perfekt gereift und geeignet für den Verkauf sind.

Petition gestartet – für das Rosé-Wein Emoji

Der Verkauf von Rosé-Wein boomt. Alle trinken ihn gerne. Vor allem im Sommer macht sich ein Glas gekühlte Rosé besonders gut zum lauen Sommerabend auf der Terrasse. Aber leider gibt es in den sozialen Medien kein Tool, um dem Rosé-Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen. Skandal! Wie kann das sein?

Die social-media-affinen Italiener wollten das nicht einfach so akzeptieren. Nun hat das Konsortium zum Schutz der am Gardasee produzierten Rosé-Weinsorte Chiaretto di Bardolino eine Petition angezettelt, um Unicode dazu zu bewegen, ein Rosé-Glas in seine Zeichensätze aufzunehmen. Das Konsortium hat ein Designstudio in Verona beauftragt, das Emoji „Pink Wine“ zu entwerfen. Es zeigt zwei Gläser mit rosa Wein, gekrönt von einem kleinen rosa Herz. Unicode ist ein allgemeingültiger Zeichencode, der alle Schriftzeichen der Welt umfasst. Dem Unicode-Konsortium gehören eine Vielzahl namhafter Sofware-Firmen an.

Bleibt abzuwarten ob wir im nächsten Sommer unsere Freunde mittels Social Media Emoji informieren können, dass wir dem Dolce Vita fröhnen – mit einem guten Glas Rosé in der Hand.

Naturkorken als Weinverschluss

Wein & Wissen: Weinflaschenverschluss – Naturkorken oder Schraubverschluss?

Es gibt viele unterschiedliche Varianten, eine Weinflasche zu verschließen. Der meist genutzte Weinflaschenverschluss weltweit bleibt weiterhin Kork: mehr als 80 Prozent aller Weine die in Flaschen landen, werden mit Naturkorken verschlossen. Da es vereinzelt vorkommt, dass Weinflaschen „korken“, also einen unangenehmen Geruchsfehler aufweisen, und weil die Verbreitung der Korkeiche, aus der Naturkork gewonnen wird, rückläufig ist, bemüht sich die Weinindustrie seit Jahren um alternative Verschlüsse. Durchsetzen konnte sich bis heute keine der Alternativen. Schraubverschlüsse, Synthetikkorken, Glasstopfen – alle haben es schwer gegen den Naturkorken. 

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Das perfekte Pairing – Sommersonne, Hängematte und ein Glas Rosé in der Hand

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Was macht ihn aus, den perfekten Sommertag? Die Sonne scheint, eine frische Prise weht durch das Haar, der angenehme Geruch eines guten BBQs, das erfrischende Nass am See. Sommerabenteuer liegt in der Luft. Jetzt noch eine Hängematte und ein Glas Rosé in der Hand – perfekt!

Normalerweise spricht man von Pairing wenn es darum geht, den passenden Wein als Speisenbegleiter zu finden. Heute machen wir das einmal anders. Wir empfehlen das passende Pairing für den perfekten Sommermoment. Und was liegt da näher als an eine Hängematte und ein Glas gekühlten Wein in der Hand zu denken? Im Hintergrund läuft entspannte Loungemusik, die Sonne strahlt, man liegt im Schatten in der Hängematte. Da fehlt nur noch der passende Wein. Und die passende Hängematte.

Kleiner Exkurs in die Geschichte der Hängematte: die detaillierten Ursprünge sind nicht ganz klar. Bekannt und überliefert ist nur, dass die Hängematte von Völkern in Mittel und Südamerika als Schlafgelegenheit verwendet wurde als die Europäer vor ungefähr 500 Jahren nach Amerika kamen. Sowohl den Inkas als auch den Mayas wird die Erfindung jeweils zugeschrieben. Später dann hat Christopher Kolumbus auf seinen Reisen viel von hängenden, netzartigen Betten berichtet. Mit ihm kam die hängende Matte dann wohl auch nach Europa. Übrigens es gibt einen offiziellen Tag der Hängematte! Der wird jedes Jahr am 22. Juli gefeiert. Warum ausgerechnet dieser Tag? Eingeführt wurde dieser Tag, wie so viele außergewöhnliche Jahrestage, von den Amerikanern. Warum er erfunden und wer ihn zuerst gefeiert hat, ist leider unbekannt.

Aber zurück zum perfekten Tag. Was die Weinempfehlung anbelangt – da bietet sich definitiv ein Roséwein an. Und zwar ein Wein aus der Provence. Ein spritziger, gekühlter Rosé ist ein ganz hervorragender Begleiter im Sommer. Mit seiner Frische, Beschwingtheit und Frucht bei meist etwas niedrigerem Säuregehalt als bei vielen Weißen ist er ein sehr guter Partner an lauen Sommerabenden oder eben beim Chillen in der Hammock – wie die Hängematte auf neudeutsch und im englischen bezeichnet wird.

Schon lange leben uns das unsere französischen Nachbarn vor allem im Süden vor. Wer im Sommer die Provence besucht, wird an kaum einem Tisch etwas anderes finden, als einen leichten Rosé im eisbeschlagenen Weinkühler. Die Provence hat ihren ganz eigenen Ruf. Für viele ist sie einfach nur ein anderes Wort für mediterrane Sehnsucht voller Düfte von Kräutern und Lavendelfeldern in einer wild romantischen Landschaft. Nicht umsonst gilt die Provence auch als Landschaft der Künstler und des Savoir-Vivre. Ein wenig überdeckt dieser idyllische Gedanke aber die Weinregion Provence, soviel Kraft hat das Bild des Sehnsuchtsorts gewonnen. Dabei kommt kein Weinfreund des Rosés an der Provence vorbei. Immerhin stammen von hier mehr als ein Drittel aller französischen Roséweine.

Also los… der perfekte Sommertag wartet: ab in die Hängematte, einen leckeren Rosé ins Glas, den Blick durch den Garten schweifen lassen und von der Provence träumen. Perfekt!