Naturkorken als Weinverschluss

Wein & Wissen: Weinflaschenverschluss – Naturkorken oder Schraubverschluss?

Es gibt viele unterschiedliche Varianten, eine Weinflasche zu verschließen. Der meist genutzte Weinflaschenverschluss weltweit bleibt weiterhin Kork: mehr als 80 Prozent aller Weine die in Flaschen landen, werden mit Naturkorken verschlossen. Da es vereinzelt vorkommt, dass Weinflaschen „korken“, also einen unangenehmen Geruchsfehler aufweisen, und weil die Verbreitung der Korkeiche, aus der Naturkork gewonnen wird, rückläufig ist, bemüht sich die Weinindustrie seit Jahren um alternative Verschlüsse. Durchsetzen konnte sich bis heute keine der Alternativen. Schraubverschlüsse, Synthetikkorken, Glasstopfen – alle haben es schwer gegen den Naturkorken. 

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Weinetikett Weißweinflasche vom Weingut David Klenert im Kraichgau

David Klenert holt Gold!

Ein Weltklassewein aus dem Kraichgau: David Klenert nimmt am Internationalen Bioweinpreiswettbewerb teil und wird belohnt

Erst vor gut 4 Jahren wurde das Weingut Klenert von David Klenert, Bachelor of Weinbau & Oenologie gegründet. „Das hätte ich nie erwartet“, sagt David Klenert, Jungwinzer aus Münzesheim, inzwischen aber bereits bekannt in der Szene für die außergewöhnliche Qualität seiner Weine, „dass meine drei eingesandten 2019er Weine beim Bioweinpreis 2020 gleich drei hervorragende Bewertungen erhalten.“ Sein Auxerrois, ein typischer Kraichgauwein, erhielt die Auszeichnung Silber, als „ausgezeichneter Wein, der die Aufmerksamkeit eines jeden geübten Verkosters erweckt“, sein Grauburgunder erhielt „Gold“, „erstklassiger Wein, internationale Spitze mit markanten Charaktereigenschaften“ und sein Weißburgunder wurde gar bei 96 von 100 Punken mit dem Prädikat „Großes Gold“ versehen, „Weltklassewein, der ein prägendes sinnliches Erlebnis gewährt und jeden verwöhnten Weinliebhaber in seinen Bann zieht.“ Der Internationale Bioweinpreis, an dem Klenert zum ersten Mal teilnahm, ist ein Wettbewerb, den die Wine System AG, seit 2010 nach dem international anerkannten PAR®- System durchführt. PAR® steht für Produkte, Analyse und Ranking. Im Frühjahr 2020 hatte die Jury 648 Weine aus 18 Ländern zu verkosten. Davon erhielten 58 Weine das Prädikat „Großes Gold“. Die Bewertung erfolgte angesichts der Corona-Situation als Novum komplett online. 

Martin Darting, ausgebildeter Winzer und Sensorik-Experte sowie Mitgründer der Wine-System AG hat das PAR®-System entwickelt, um riech- und schmeckbare Produkte – und damit auch Weine – zu analysieren und zu bewerten. Das PAR®-System ist wegen seiner Transparenz und analytischen Dokumentation ein bewährtes Instrument im Qualitätsmanagement, in der Produktentwicklung und bei Prämierungen. „Die Beurteilung der Fachjuroren hilft mir gerade als junger Winzer zu sehen, wo ich mit meinen Weinen im Vergleich zu anderen stehe und was ich weiter verbessern kann, um  auch künftig Qualität zu erzielen“, sagt David Klenert zu seiner Motivation, sich einem solchen Wettbewerb zu stellen. 

Der Jungwinzer hatte seine erste Abfüllung aus eigenen Rebanlagen im Kraichgau im Jahr 2016 und konnte sich in dieser kurzen Zeit bereits einen wohlklingenden Namen machen in der badischen Weinszene und auch überregional. Der neuerliche Erfolg wird ihm weiter Auftrieb geben. Von Anfang an hat Klenert sein Augenmerk auf die ökologische Produktion im Weinberg gerichtet und kann nun, nach der Umstellung der ursprünglich konventionell bearbeiteten Rebflächen, die ersten herausragenden Erfolge verzeichnen. 

Die Weine von David Klenert

Auxerrois

Auxerrois ist eine alte, für den Kraichgau typische Rebsorte, die lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Der Auxerrois gehört zur Burgunderfamilie und ist daher mit den Rebsorten Grauburgunder und Weißburgunder verwandt. Gereift im Edelstahltank und teilweise spontan vergoren erinnert der Duft an reife Früchte wie Quitte, Mirabelle und. Mango. Seine dezente Säure und die Struktur dieses Weins machen aus ihm einen guten Allrounder, der entweder einfach solo oder auch als Begleiter zum Essen gut geeignet ist.

Was bei den Weinen von David Klenert auffällt: nicht nur der Wein ist hervorragend – auch bei der Gestaltung der Weinetiketten hat er sich viel Mühe gegeben und puristisch-moderne und sehr schöne Etiketten für seine Weinflaschen entwickelt.

Chardonnay

Ein fruchtig duftender Chardonnay mit würzigen und floralen Noten. Durch ein langes Hefelager erhält er seinen cremigen Charakter. Der Chardonnay wird trocken im Edelstahltank ausgebaut, teilweise spontan vergoren un d reift auf dem warmen Lösslehmboden, wodurch die Trauben ihr volles Aroma erlangen.

Weißburgunder

Der Weißburgunder zeichnet sich aus, trocken ausgebaut im Edelstahltank und ebenso teilweise spontan vergoren, durch seine feine Frucht, Frische und Leichtigkeit. In der Nase Grapefruit, ein dezentes Aroma, das an Birne und Quitte sowie Ananas erinnert. Das Ganze gepaart mit elegant eingebundener Säure.

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Buch "Wein ist Kult"

Neues Buch: Wein ist Kult

Wein ist Kult, das wusste auch Wilhelm Busch schon so – oder zumindest so ähnlich – zu berichten: „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben.“ Das Gläschen in Ehren muss also wirklich niemand verwehren? Lange Jahre schien klar zu sein, dass der maßvolle Genus von Wein sowohl zur Entspannung beiträgt als auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Zahlreiche wissenschaftliche Studien unterstützen diese Annahme. Neue Studien widersprechen allerdings und so ist das Thema Wein und Gesundheit wieder einmal Gegenstand intensiver Diskussion.

Bereits seit Jahrhunderten bewegt sich der Kultstatus des Weins im Spannungsfeld zwischen Genuss-, Heil- und Rauschmittel. Das Buch „Wein ist Kult“ setzt sich nun mit dem Thema Wein im gesellschaftlichen Diskurs auseinander. Verfasser des Buches ist Dr. Rudolf Nickenig. Der Autor ist ein deutscher Winzer und unter anderem Generalsekretär des deutschen Weinbauverbandes. Rudolf Nickenig wurde als Sohn einer Winzerfamilie geboren und hat den Großteil seines bisherigen Lebens dem Wein gewidmet. Er studierte Ernährungswissenschaft und promovierte anschließend am Lehrstuhl für Lebensmittelwissenschaft der Universität Bonn. Mehr als 30 Jahre war Nickenig Chefredakteur der Fachzeitschrift „Der Deutsche Weinbau“ und publizierte dort regelmäßig Editorials und Fachartikel.

Wein ist Kult – gesellschaftspolitischer Beitrag zum Diskurs über die Kultur des Wintrinkens

Das Buch „Wein ist Kult“ ist ein gesellschaftspolitischer Beitrag zum Dialog über den Weinkonsum und die Kultur des Weingenießens. Nickenig befragt Wissenschaftler und erklärt deren Erkenntnisse für jedermann verständlich und auf kurzweilig unterhaltsame Art und Weise. Der Autor diskutiert den Weinkonsum in Bezug zur Jugend, zu Frauen während Schwangerschaft und Stillzeit, im Bezug zum Seniorenalter, zur Verkehrstüchtigkeit, zum Sport, zur Arbeit sowie zu den Tages- und Jahreszeiten. Auch das Zusammenspiel zwischen Wein und Essen wird beleuchtet.

Äußerst lesenswert und nachdenklich stimmend sind die vielen Zitate und Belege aus früheren Zeiten. Sie zeigen eindrücklich, wie sehr kulturelle, volkstümliche, wirtschaftliche, brancheninterne und staatliche Positionen die Weinkultur beeinflusst haben und bis heute beeinflussen. Dies wird sowohl aufgelistet, als auch in den geschichtlichen Kontext gestellt und wo nötig kritisch hinterfragt. Davon bleiben auch die aktuellen Empfehlungen und Regeln nicht verschont. Hierbei weist Rudolf Nickenig in seinem Buch „Wein ist Kult“ immer wieder auf die Empfehlungen zum verantwortungsvollen Weingenuss der europäischen Initiative Wine in Moderation hin. Für detaillierte Fragen zur Beurteilung des aktuellen Kenntnisstandes standen dem Autor die wissenschaftliche Leiterin der DWA (Deutsche Wein Akademie) sowie mehrere Professoren aus dem wissenschaftlichen Beirat der Akademie als Interviewpartner zur Verfügung.

Innenseite mit Illustration im Buch Wein ist Kult

Ein informatives Buch für alle Weininteressierten

Alles in allem ist Wein ist Kult ein informatives Buch für Menschen, die sich für das Kulturgut Wein interessieren und begeistern und die es schätzen, auf unterhaltsame Weise Wissen rund um den Wein, seine Geschichte und den kontroversen Diskurs rund um Wein & Gesundheit vermittelt zu bekommen. Insofern… viel Spaß bei einem guten Glas Rotwein und dieser unterhaltsamen Lektüre.

Innenseite mit Wein-Statistiken im Buch Wein ist Kult

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Das Kochbuch der Generation Riesling – so kochen junge Wimnzer

Der kleine Johnson – Wissen vom wohl bekanntesten Weinkritiker der Welt

Weinreben im Weinberg unter blauem Himmel

Wein und Klimawandel – profitiert Deutschland?

Wein und Klimawandel – ein spannendes und brandaktuelles Thema. Weinreben wollen vom Wetter verwöhnt werden – ganz besonders von der Sonne. Trocken und warm ist eine gute Kombination für das Gedeihen der Reben und für die Qualität des Weins. Stimmen die Wetterbedingungen freut sich der Winzer über eine gute Ernte und einen gelungenen Weinjahrgang. Nur in einem schmalen Klimagürtel, geographisch grob zwischen dem 40. und 50. nördlichen Breitengrad, gibt es für den Weinbau optimale klimatische Bedingungen. Durch den Klimawandel könnte sich diese Zone verschieben – was gravierende Auswirkungen auf den Weinbau und die großen Weinanbauländer haben wird.

Klimawandel hat enorme Auswirkungen auf den Weinanbau

Den Winzern in Deutschland ist diese Perspektive nicht verborgen geblieben, viele beschäftigen sich schon intensiv mit dem Klimawandel und den Auswirkungen auf den Weinanbau. Historischen Aufzeichnungen folgend, weiß man, dass es in Deutschland alle paar Jahre einen Ausreißer nach unten in der Qualität der Weine gab. Seit ungefähr 20 Jahren gibt es weniger Weinjahrgänge die qualitativ abweichen, die Weine sind ausnahmslos von guter Qualität. Ein Indikator dafür, dass sich die klimatischen Bedingungen für den Weinbau in Deutschland verändert haben. Kluge Weinanbaubetriebe, die den Klimatrend rechtzeitig erkannten, experimentieren bereits seit den 90er Jahren mit mediterranen roten Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot. Der Erfolg gibt ihnen Recht – Weinsorten die früher ausschließlich im mediterranen Raum angebaut wurden gedeihen heute zusehends in deutscher Hanglage. In Deutschland könnten also schwere Rotweine produziert werden, die von hoher Qualität sind und mit ihren französischen oder italienischen Pendants durchaus mithalten können. Im Mittelmeerraum aber, in den etablierten Weinanbaugebieten, besteht die Gefahr, dass sich der besondere Charakter der Weine verändert. Es besteht durchaus die Gefahr, dass von negativen Effekten auf die Weinqualität ausgegangen werden kann. Zunehmende Trockenheit und höhere Temperaturen während der Reifephase haben einen direkten Einfluss auf die Inhaltsstoffe der Rebsorten. Die Gefahr der Bildung von untypischen Alterungsnoten könnte steigen. Ein anderer klimatischer Faktor ist die UV-Strahlung. Da UV-Strahlen in Pflanzen die Bildung von Phenolen, Anthocyanen und die Zerstörung von Carotinoiden bewirken kann, besteht die Gefahr, dass sich daraus indirekte Veränderungen der Traubenqualität ergeben. Deutliche Auswirkungen werden erst in 20 – 30 Jahren erwartet, gleichwohl macht sich der Klimawandel heute schon bemerkbar.

Die Wetterbedingungen werden extremer

Die Prognosen sind eindeutig. Die Temperaturen werden weltweit ansteigen. Das Wetter wird extremer. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden sich die Temperaturen, bei unverändert anhaltendem Anstieg der CO2-Konzentration, im Mittelmeerraum um 1,5 °C und in Nordeuropa um 4 °C erhöhen.  Klimaforscher sagen voraus, dass durch den globalen Anstieg der Temperaturen, die für Weinbau geeigneten Regionen, um nahezu mehr als 50% schrumpfen werden. Ein Gewinner des Klimawandels könnte allerdings Deutschland werden – zumindest was den Weinbau anbelangt.

Die anspruchsvollen und edlen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot oder Nebbiolo wachsen vor allem im Mittelmeerraum, dessen Klima sich durch heiße Sommer mit großer Trockenheit und regenreiche, milde Winter auszeichnet. Hauptsächlich rote Weinsorten gedeihen dort hervorragend. Deutschland ist eher als Weißweinland bekannt. Die Weißweintrauben vertragen die Hitze nicht ganz so gut. Sie gedeihen besser bei typisch deutscher Witterung: weniger warm, Minusgrade im Winter und regenreichere Sommer. In Norddeutschland allerdings waren die Bedingungen selbst für den Anbau heller Traubensorten schon immer schwierig. Die traditionellen Weinanbaugebiete findet man deshalb auch eher in Süddeutschland – oft in sonnenexponierter Hanglage: Baden und Württemberg wären da zu nennen oder auch Hessen und Franken. Allerdings könnte sich das zukünftig ändern.

Kommt der Merlot zukünftig aus Norddeutschland?

Aber zurück nach Deutschland. Für den Anbau mancher Weißweine könnte es in Süddeutschland sogar heute schon zu heiß werden. Einige Rebsorten reagieren mit Sonnenbrand, also farbliche Veränderungen der Schale, die ein Indikator für eine Schädigung der Trauben ist. Es bilden sich bittere Gerbstoffe, die den Geschmack des Weines negativ beeinflussen. Beispielsweise für Eiswein sieht es, angesichts der Prognose, dass milde Winter nun häufiger auftreten werden, nicht gut aus. Die Trauben, aus denen der Saft für den Eiswein gepresst wird, müssen bereits vor der Ernte am Rebstock den ersten Frost erfahren und gefroren sein. Anbaugebiete, deren klimatische Bedingungen sich für solche Weinsorten eignen, könnten in Zukunft in nördlicheren Gefilden liegen: ganz im Norden Deutschlands, in Dänemark oder sogar in Schweden. Weinbau war dort, abgesehen von einigen kleinen Weinbaugebieten, wenig verbreitet und aufgrund der klimatischen Verhältnisse nicht möglich. Heute noch belächelt, könnten skandinavische Weine vielleicht schon bald bei Weinliebhabern weltweit für Aufsehen sorgen. Zugegeben – das ist noch Zukunftsmusik.

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Die Fähigkeit, in der Flasche weiter zu reifen, unterscheidet den Wein von vielen anderen Getränken. Deshalb geht für viele Weinliebhaber auch eine große Faszination für Weine älteren Jahrgangs aus. Stellt sich die Frage ob alle Weine in der Lage sind zu altern und dabei an Qualität gewinnen?

Tatsächlich ist es so, dass nur ein geringer Teil der Weine die auf dem Markt sind, das Potential hat, lange Jahre weiter zu reifen. Bei den meisten ist der Trinkhöhepunkt schon wenige Jahre nach der Abfüllung erreicht. Diese Weine jahrelang zu lagern macht also wenig Sinn, im Gegenteil – sie würden ihre Trinkfrische verlieren und ungenießbar werden.

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