Wein aus Spanien – exzellente Qualität und echte Geheimtipps

Hier ist die Spanische Flagge zu sehen.

Wein Spanien – Iberien hat sich lange schwer getan mit Europa. Die Pyrenäen erschienen wie eine Mauer: zu Südamerika gab es stets engere Beziehungen, allein schon wegen der Sprache. Doch seit einigen Jahrzehnten herrscht Aufbruchstimmung bei den Winzern in Spanien. Gewaltige Summen sind in den Bau neuer Bodegas und in den Bau rückständiger Weinkeller geflossen. Mehr denn je bemüht sich Spaniens Weinwirtschaft um hohe Qualität, um im Wettbewerb mit dem restlichen Europa und auch der neuen Welt Schritt halten zu können. Aus Gegenden mit nie gehörten Namen kommen inzwischen große Gewächse.

Weinbau und Weinreben in Spanien

Traumhafte Kulisse- Weinland Spanien

Weinregionen in Spanien

Ziehen wir, was Wein und Spanien anbelangt, Rioja und Navarra ab – was bleibt dann? Zum Beispiel die Mancha. Glutheißer Mittelpunkt der iberischen Halbinsel. In der ständig staubenden, wehmütig machenden Steppe, gelegen auf einem 700 Meter hohen Plateau, verbreiten sich Rebgärten, die nicht mehr nur Weißweine für den Alltagsgebrauch entstehen lassen. Inzwischen bereiten spanische Winzer dort auch noble Rotweine. Auch in der benachbarten Region Valdepenas findet man gute Tropfen. Wein Spanien, das ist aber auch Levante an der Ostküste. Das Land um die geschäftige Hafenstadt Valencia. Von dort kommen oft tintige, schwere Rotweine, die teilweise auch zum Verschneiden genutzt werden. Valencia ist das Zentrum des levantischen Weinhandels.

Im Nordosten Iberiens, wo die Menschen Wert darauf legen, weder Spanier noch Franzosen sondern Katalanen zu sein, machen die Weine aus Penedes ständig mehr von sich reden. Eigentlich ist das Gebiet westlich von Barcelona für den Cava Sekt bekannt. Aber inzwischen auch für hervorragende Weine. Pionier des Penedes war der 1991 verstorbene Miguel Torres. Nachdem er aus dem Bordeaux Cabernet- und Merlot-Trauben kommen lassen hat, konnte er die Qualität der Weine kontinuierlich steigern. Inzwischen hat der Sohn übernommen, der mit noch mehr Ehrgeiz einen über die spanischen Grenzen hinaus und weltweit bekannten und anerkannten Weinproduzenten geschaffen hat.

Auch zu erwähnen im Zuge der Aufzählung spanischer Weinregionen ist das flächenmäßig kleine Gebiet Priorat südlch des Penedes. Weitere spanische Weinregionen sind beispielsweise Almansa, Jumilla, Yecla oder auch Alicante. Die bekanntesten und erfolgreichsten spanischen Weinregionen sind und bleiben aber voraussichtlich die Rioja und die Navarra sowie inzwischen noch die Ribera del Duero.

Rioja – bekannt für guten Wein aus Spanien

Sprechen wir über die Rioja, das wohl bekannteste Weinanbaugebiet in Spanien. Der Stellenwert von Bordeaux in Frankreich entspricht dem Stellenwert von Rioja in Spanien. Rioja liegt im Norden von Spanien, an beiden Ufern des Flusses Ebro. Auf einer Fläche von mehr als 6o.ooo Hektar verteilen sich im Riojaraum über 1200 Weingüter, die sogenannten Bodegas, die jährlich fast 300  Millionen Liter Wein produzieren. Das Riojagebiet ist absolut privilegiert hinsichtlich der natürlichen Rahmenbedingungen. Die Weinberge liegen in einem Tal, mit einer Breite von ungefähr 40 Kilometern, mit nach oben ansteigenden Terrassen bis zu einer Höhe von ungefähr 700 Metern.

Rioja gliedert sich in Rioja Alta, Rioja Baja und Rioja Alavesa. Die Böden – Sand, Kalkstein und Lehm – sind ideal für den Weinanbau, weil leicht basisch, mit wenig organischem Material und sie speichern im Sommer ausreichend Wasser. Die Weine aus der Rioja waren die ersten, bei denen die Traube Tempranillo, die Hauptrolle spielte. Aber auch die Rebsorten Garnacha, Mazuelo und Graciano werden sehr oft für die Weinproduktion verwendet. Das Gebiet ist vor allem bekannt für die Herstellung von Rotweinen, obwohl auch Weiß- und Roséweine hergestellt werden.

Typisch für den trockenen Rioja-Wein ist seine meist dunkelrote Farbe und der charakteristische Tempranillo-Geschmack, der bedeutendsten roten Rebsorte in Spanien. Die Tempranillo Beeren sind klein, fleischig und werden früh reif. Daher auch der Name Tempranillo, was übersetzt soviel bedeutet wie „kleine Frühe“. Aber sie haben es in sich: Tempranillo-Weine haben ein tiefes Rot, einen ausgeprägt fruchtigen Charakter und zeigen kräftigen Körper. Sie sind alles andere als Leichtgewichte, sondern würzige Weine, die bevorzugt im Holz ausgebaut werden und sich zudem lange lagern lassen.